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DER   LONGIERPROFI

Eine Erfindung von Elisabeth Wimmer (geb. Kahlert)

Beschreibung:

Der neue Ausbindezügel funktioniert für das Pferd so wie ein Schlaufausbindezügel, mit den Vorteilen schnellerer Verstellbarkeit und größerer Variabilität für den Ausbilder. Die Vorteile für das Pferd sind: durch die Befestigungen an 2 Punkten (am Widerrist sowie entweder seitlich oder zwischen den Vorderbeinen) hat das Pferd im Vergleich zu einfachen Ausbindern mehr Kopf- und Halsfreiheit und kann daher schonend an die erwünschte „Vorwärts-abwärts-Haltung“ herangeführt werden. Beim jungen Pferd, in der Phase des Anlongierens, ist die tiefe Verschnallung zwischen den Beinen meist günstiger, da sich die Pferde so schneller trauen, den Hals fallen zu lassen. Sie sind durch den Zügel vor allem nach vorne und oben begrenzt. Macht sich das Pferd nach einiger Zeit schnell rund und neigt dann evl. dazu, den Kopf zu tief zu tragen, schnallt man den Ausbinder seitlich ein. In speziellen Fällen, z. B. bei deutlicher Einseitigkeit, kann auch die eine Seite seitlich, die andere tief verschnallt werden.

Benötigt man aus bestimmten Gründen die „Schlaufwirkung“ nicht, können die beiden Seiten des Zügels jeweils wie herkömmlicher Ausbinder verwendet werden (ohne Mittelteil, jedoch auch ohne dessen Vorteile).
 

Position 1: Vorbereitung zum Longieren (Abb. 1)

Die Schlaufen-Enden des Ausbinders werden in der benötigten Höhe (seitlich oder unter dem Bauch) eingefädelt. Die Karabiner-Enden werden durch die Trensenringe (von innen nach außen) geführt und in die beiden Endringe des Mittelstückes, das frei auf dem Hals liegt, eingehängt.

Das Pferd kann so zum Longierplatz geführt sowie im Schritt longiert werden. Ebenso wird nach dem Longieren das Mittelstück ausgeklinkt, damit sich das Pferd ungehindert strecken kann. Es empfielt sich, in dieser Phase den Ringteil einseitig unter dem Zügel (des Zaumzeuges) laufen zu lassen oder anderweitig zu sichern, damit er bei plötzlichen heftigen Bewegungen nicht herunter fallen kann.


Abb. 1

Position 2a: Longieren mit tiefer Einstellung (Abb. 2)

Der mittlere Ring des Mittelstücks wird in den Karabiner eingehängt, der in der Mitte des Longiergurtes (oder Sattels, z. B. mit Hilfe einer Longierbrille) befestigt ist. Das Pferd ist nun gerade gestellt. Will man dem Pferd z. B. Linksstellung geben, hängt man den nächsten linken Ring dazu (wenig Stellung, Außenzügel bleibt gleich), oder man hängt nur den linken Ring ein (mehr Stellung, da der Außenzügel entsprechend länger wird) etc.

Nun der Clou des ganzen: Beim Handwechseln kann die Stellung und/oder Länge „zentral“ mit einem Handgriff geändert/angepaßt werden! Der Ausbilder spart Zeit und Mühe, ohne auf exakte Arbeit mit der Ausbinderlänge verzichten zu müssen.
 


Abb. 2
 

Position 2b: Longieren mit seitlich verschnalltem Zügel (Abb. 3)

Bei Pferden, die mit 2a gerne „zu tief kommen“, verschnallt man den Zügel seitlich.


Abb. 3

Hersteller des Ausbindezügels ist die Firma Waldhausen, Köln (AWA), erhältlich ist er im gut sortierten Reitsportfachhandel.
  

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